Autor: Wyss

  • Allianzgebetswoche „einzigartig“

    Allianzgebetswoche „einzigartig“

    8. – 15. Januar 2017: Gemeinsam beten!
    Die Allianzgebetswoche 2017 trägt das Thema «einzigartig» und widmet sich den vier Solis.

    „sola fide“ (allein durch Glaube)

    „sola gratia“ (allein durch Gnade)

    „solus Christus“ (allein durch Christus)

    „sola scriptura“ (allein durch das Wort)

    Wir freuen uns, wenn auch Sie mitbeten – zusammen mit vielen anderen Christinnen und Christen im Land. 

    Alle Infos und unterstützendes Material (Gebetsbroschüre, Flyervorlagen, usw.) zur Gebetswoche finden Sie auf Allianzgebetswochen

  • Salz und Licht, eine Lebensaufgabe (Matthäus 5,13-16)

    Salz und Licht, eine Lebensaufgabe (Matthäus 5,13-16)

    Einleitung

    „Ihr seid das Salz der Erde.“ „Ihr seid das Licht der Welt.“ Sagt Jesus in der Bergpredigt in Matthäus 5, Vers 13 und 14. Warum gab Jesus uns den Salzstreuer in die linke und die Öllampe in die rechte Hand? Viele Menschen leben sinnlos und versuchen diese Sinnlosigkeit und Leere mit unterschiedlicher Beschäftigung, Aktivitäten etc., zu füllen. Was also sollen die Kinder Gottes in dieser Welt tun? Was sind ihre Aufgaben? In Matthäus 5,13-16 zeigt Jesus uns auf, was für lohnende Aufgaben er uns gibt und zu welchem Ziel. So lasst uns hören, was Jesus heute zu uns sagt.

    Hauptteil (aus der Luther-Übersetzung): Matthäus 5,13-16: Salz und Licht

    13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

    Schluss

    Jesus überträgt uns mit diesen beiden Worten „Salz und Licht“ Verantwortung in dieser Welt und zwar an dem Ort, wo er uns eingesetzt und hingestellt hat. Die Platzwahl in unserem Leben trifft Gott und deshalb dürfen wir davon ausgehen, dass wir da, wo wir jetzt sind, im Auftrag Gottes sind. Wir sollen an diesem Platz unsere von ihm gegebenen Gaben und Fähigkeiten nicht hinter verschlossenen Türen verstecken, sondern den Menschen dieser Welt zur Verfügung stellen.

    Jesus sprach von sich selbst, dass er das „Licht der Welt“ sei (vgl. Johannes 8,12). Die Beziehung zwischen den beiden Erklärungen ist, dass Jesus die Quelle des Lichts ist und die Christen dieses Licht reflektieren, denn von ihm her erhalten wir auch die Kraft und den Mut dazu. Unsere Aufgabe als Christen ist es, seine Strahlen zurückzuwerfen, wie der Mond die Herrlichkeit der Sonne widerspiegelt. Wir sollen jedoch unser Licht nicht für uns allein leuchten lassen sondern so, dass Menschen, die den Vater noch nicht persönlich kennen, ihn kennen lernen.

    Ein einziger Salzstreuer verursacht Durst und Geschmack und dient in Folge dazu, der Gesellschaft Pikantheit zu geben als Schutz vor dem Verderben. Eine einzige Lampe bringt einen Raum, ein Zuhause oder einen Arbeitsplatz zum Erhellen. Wenn wir uns vor der Welt nicht verstecken, kann beides schlussendlich dazu beitragen, dass „verlorene“ Menschen zur Erkenntnis und Verherrlichung des Vaters im Himmel gelangen.

    Am Schluss des kleinen Abschnittes enthüllt Jesus den Zweck des Auftrages. Wir sollen wissen, dass wir hier auf einem Gipfel stehen. Der Horizont, den Matthäus 15,13-16 eröffnet, lässt uns vom Gipfel der Bergpredigt nicht weniger sehen als dies: die Verherrlichung des lebendigen Gottes durch Menschen, die seine Kinder geworden sind (Vers 16).

    Die Verherrlichung Gottes ist also das letzte Ziel, für das wir Kinder Gottes, Jüngerinnen und Jünger Jesus leben und arbeiten sollen. Deshalb spricht Jesus heute zu uns: „Ihr seid das Salz der Erde.“ „Ihr seid das Licht der Welt.“ Darum:

    Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
    Was keiner sagt, das sollt ihr sagen.
    Was keiner denkt, das wagt zu denken.
    Was keiner anfängt, das führt ihr aus.
    Wenn keiner ja sagt, sollt ihr ja sagen.
    Wenn keiner nein sagt, dann sagt doch nein.
    Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
    Wenn alle mittun, steht allein.
    Wo alle loben, habt Bedenken.
    Wo alle spotten, spottet nicht.
    Wo alle geizen, wagt zu schenken.
    Wo alles dunkel ist, macht Licht …

    Und denk daran, wenn Gott uns eine Aufgabe überträgt, dann überträgt er uns auch die Kraft dazu. Amen.

    Pdf des Beitrages „Salz und Licht dieser Welt“

  • Das „Heilige-Aber“

    Das „Heilige-Aber“

    „… aber auf dein Wort will ich…“ (Lukas 5,5)

    Einleitung

    Mal ehrlich, haben wir nicht immer wieder in unseren alltäglichen Leben ein Aber auf unserer Zunge? Wer aber hat schon einmal etwas von einem „Heiligen-Aber“ gehört? Als Kind lehrte man mich, dass ich aber nicht gebrauchen soll und schon gar nicht, wenn es darum ging irgendeine Tat damit zu rechtfertigen (z.B. Aber, die/der andere hat gesagt, gemacht etc.). So versuchte ich seither irgendwie um dieses Aber herumzukurven. Nun habe ich vor noch nicht allzu langer Zeit in einer Predigt zum ersten Mal etwas über das „Heilige-Aber“ gehört.

    Wie erleichternd war es für mich zu hören, dass wir Gott und Jesus gegenüber ein „Heiliges-Aber“ benutzen dürfen. Was genau ist aber nun mit dem „Heiligen-Aber“ gemeint und wo, oder wie setze ich es richtig ein? Ich will euch nicht mehr länger auf die Folter spannen und verraten, was sich mit diesem „Heiligen-Aber“ auf sich hat. Wo wir es in der Bibel finden und wann wir es anwenden sollen. Beachte dabei vor allem auch die Folgen (=Belohnung)!

    Hauptteil (Luther-Übersetzung): „… aber auf dein Wort will ich …“ (Vers 5)

    Jesus war in Kapernaum und lehrte, predigte und heilte alle Kranken und Besessene von ihren Leiden bis es Tag wurde. Danach ging er an eine einsame Stätte. Doch das Volk suchte ihn und als es ihn fand, war er beim See Genezareth (Lukas, 4,31-44). Da waren Fischer mit ihren Booten und putzten ihre Netze. Damit ihn beim Predigen die Menge besser hören konnte, bat Jesus einer der Fischer mit Name Simon, ihn mit dem Boot ein wenig vom Land wegzufahren (Lukas, 5,1-11).

    1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

    6 Und als sie das taten, fingen sie eine grosse Menge Fische und ihre Netze begannen zu reissen. 7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen11 Und sie brachten die Boote ans Land und verliessen alles und folgten ihm nach.

    Fazit

    Wow, was für ein grosser Fang (=Belohnung) musste das gewesen sein? Die Fischernetze rissen fast und obwohl sie den Fang auf zwei Boote aufteilten, sanken die beiden Boote beinahe! Wichtig in dieser Szene zu wissen ist, dass man die besten Fischfänge nachts im tiefen Wasser macht; tagsüber wird nur im seichten Gewässer gefischt und die Fänge sind gering. Das Simon und seine Gefährten ab dem grossen Fang erstaunt, ja sogar erschreckt waren, ist deshalb gut nachvollziehbar, da es ja nun Tag war und sie in der Nacht erfolglos gefischt hatten.

    Dieser grosser Fang war aber die Folge auf die Handlung Simons nach dem er zuerst Jesus gegenüber noch protestiert hatte und zu ihm sagte: „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen“ (Vers 5) „… aber auf dein Wort will ich…“ (Vers 5)! Merke: Hier entscheidet nicht das Wissen oder Können oder die Erfahrung, sondern einzig der Gehorsam. „Ich“, das heisst ich trete in Aktion und übernehme Verantwortung. „Auf dein Wort hin“ heisst, ich brauche keine Zeichen, Jesus Wort genügt mir. „Die Netze Auswerfen“ heisst, ich tue genau das, was Jesus befohlen hat.

    So entdecken wir in diesem kurzen Abschnitt folgendes geistliche Gesetz/Prinzip der Bibel: Unser Auftrag beginnt mit dem Reden Jesus und wenn er uns eine Aufgabe überträgt, dann überträgt er uns auch die Kraft und den Mut dazu. Darauf dürfen wir uns verlassen.

    Als Fazit halten wir fest: Ohne Gehorsam (Vers 6: sie taten es), hätten Simon und seine Gefährten kein Wunder erlebt! Das gilt genauso für uns! Und dies ist das „Heilige-Aber“, von dem ich eingangs gesprochen habe. Nun wissen wir, wie wir es richtig einsetzen können – wenn Jesus zu dir spricht, dann tue, was er dir sagt – und das habe ich mir gemerkt! So wünsche ich jedem von uns aus tiefem Herzen, dass er/sie von diesem „Heiligen-Aber“ wie Simon und seine Gefährten in nächster Zeit Gebrauch machen kann und mit ähnlichem Staunen einen grossen Fang an Land zieht, wie sie dies tun konnten. Amen.

    Pdf: Das „Heilige-Aber“